03 – Salon der Lüste

Schattenritter-03

Das Maison Rouge ist eines von Londons edelsten Bordellen und ein sicheres Haus für Vampire, denen dort Unterkunft und warmes Blut geboten wird. Nun aber löst der Mord an zwei Freudenmädchen Bestürzung und Angst im Maison Rouge aus. Der Vampir Saint verspricht, den Täter zu finden, bevor ein weiterer Mord geschieht. Die schöne Ivy steht ihm dabei tatkräftig zur Seite ob er will oder nicht. Saint fühlt sich wie magisch von der verführerischen Tochter der Hausherrin angezogen. Genau wie der Killer…

Sprecher: Alexander Königsmann

8 CD, Spielzeit: 532 Minuten

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Und auch im dritten Teil, der bisher sechsteiligen Buchreihe, steht wieder einer der sechs Söldner im Rampenlicht. Diese Söldner wurden vor vielen Jahrhunderten durch den Blutgral zu Vampiren transformiert und überdauern nun jeder für sich die Äonen der ewig lebenden Nachtwesen.

Und auch hier ist der Hauptakteur in heiliger Weise benannt. Hießen seine geschichtlichen Vorgänger Bishop und Chapel, so hört dieser Vampir auf den Namen Saint. Und auch Saint wird eine junge Dame an die Seite gestellt, welche den körperlichen Lüsten nicht abgeneigt ist.

Erfreulicherweise macht sich Autorin Karthyn Smith in dieser Folge die ganze Sache mit der Erotik noch einen kleine Sprung leichter und verlagert einfach die Handlung ins Rotlichtmilieu. Auch ist der weibliche Hauptdarsteller ein wenig anders als gewohnt. Die gute Ivy ist in besagtem „Salon der Lüste“ aufgewachsen und hat so auch ein recht lockeres Verhältnis zu Sex und allem was man damit anstellen kann. So fallen dann hier die Sexszenen noch weniger auf als ohnehin schon bei den Vorgängern, denn hier gehören sie einfach hin, und die restliche Geschichte ist ebenfalls, genau wie bei den Vorgängern auch, nicht nur darum herum gesponnen.

Geglitzert wird hier vampirisch nicht, denn das hier ist für die älteren Zuhörer gedacht. Doch wer sich jetzt auf plattes Bettgerolle freuen wird, der wird ebenfalls enttäuscht. Das rad wird auch im dritten teil nicht neu erfunden, doch rollt die Autorin es nett und unterhaltend so lange in der Gegend herum wie es braucht bis sich Vampir und Lady dann doch noch „finden“.

Alexander Königsmann steht auch hier wieder ein wenig zu distanziert dem Hörer als Begleiter durch die Geschichte zur Seite. Was er an Spielfreude vermissen lässt, fängt er durch seine angenehm temperierte Art der Lesung wieder ein.

Diese Nackenbeisser sind nicht nett und doch leiden sie gekonnt vor sich hin, ohne schnulzig zu werden…Soundsystem-BLAU